Psychoterror Tinnitus – Was hilft?

Vielleicht leiden Sie auch darunter: Ständige Geräusche im Ohr, Fiepen, Rauschen und Zischen nehmen einfach kein Ende. Menschen, die unter einem Tinnitus leiden, haben andauernde Ohrengeräusche, die sie in den Wahnsinn treiben. Forschern und Therapeuten gelang es herauszufinden, wie die nervenden Ohrgeräusche gelindert werden können, und wie die Aufmerksamkeit vom Gehörgang weggelenkt werden kann. Hier erklären wir Ihnen, welche Therapien das sind, und welche Hauptauslöser Tinnitus haben kann.

Hauptauslöser von Tinnitus

Er ist immer da, auch wenn nur gedämpft oder auch wie ein schriller Ton: der Tinnitus. Das Wort kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Klingeln“. Betroffene leiden unter einem Piepsen, einem Trommeln, oder einem Rauschen im Ohr. In der Wirklichkeit ist der Ton gar nicht vorhanden.

Etwa 3 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter dieser Erkrankung im Gehörgang. Schon in der Antike war das Phänomen bekannt. Der griechische Philosoph Platon nannte den Tinnitus eine „kosmische Musik“, die er immer mit sich herumtragen musste. Auch Martin Luther klagte das Klingeln im Ohr im Jahre 1527. Laut ihm, würde es immer größer und heftiger werden. Ein nicht auszuhaltendes Brausen und Klingeln. Auch viele Musiker sind vom Tinnitus betroffen. Sogar Ludwig van Beethoven litt, neben seiner Schwerhörigkeit, darunter. Auch Phil Collins, Bono und Sting sind Betroffene.

Jeder Patient beschreibt den Ton etwas anders. Manchmal werden Töne mit einem speziellen Klang und in verschiedener Lautstärke wahrgenommen. Circa jeder dritte Betroffene leidet chronisch darunter. Das kann zu psychischen Problemen führen, da der Ton im Ohr die Patienten nicht mehr schlafen, entspannen und arbeiten lässt. Sie sind reizbar und leiden unter Konzentrationsproblemen, verlieren ihren Arbeitsplatz und fallen Süchten zum Opfer. Die meisten Geplagten ziehen sich zurück. Viele empfinden den Ton in lauten Umgebungen noch viel stärker. Bei manchen Betroffenen sind die Töne eher harmlos und vergehen nach einigen Minuten oder Wochen wieder. Andere Menschen leiden ständig und über mehrere Wochen hinweg darunter. Dabei gibt es Phasen, in denen sie unter starker Belastung leiden, und der Tinnitus noch häufiger und heftiger auftaucht.

Je nachdem wie lange man unter einem Tinnitus leidet, werden verschiedene Arten der Krankheit unterschieden. In akuter Form kann das die Folge einer Mittelohrentzündung, Schwerhörigkeit, Lärmschaden oder einem Drehschwindel sein. Auch Muskelverspannungen und ein Hörsturz können einen Tinnitus auslösen. Die häufigste Ursache ist allerdings dauerhafter Stress.

Lösungsansätze von Tinnitus

In einer Kombination von mehreren Therapien, kann Tinnitus gemildert werden. Das fanden niederländische Forscher der Universität Maastricht heraus. Eine Kombinationstherapie aus psychologischer Behandlung und eine Hörtherapie wurden an 245 Erwachsenen getestet. Die Gruppe spürte eine Verbesserung von circa 33 % nach einem Jahr. Eine Kontrollgruppe verzeichnete nur eine Verbesserung von rund 13 %. Auch wenn die Patienten nach der Behandlung immer noch ein Tinnitus besaßen, empfanden sie sich als geheilt. Der Tinnitus muss bequem werden, damit er nicht mehr gespürt wird. Außerdem sollten Betroffene Stress vermeiden und eine Musiktherapie und Biofeedback in Betracht ziehen. Dadurch können Betroffene lernen, mit ihrem Tinnitus zu leben.

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