So führen die Smartphones Ihrer Kinder zu Konzentrationsstörungen

Dass Smartphones für Kinder nicht die besten Spielzeuge sind, wissen Sie sicherlich schon. Doch vielen Menschen ist nicht klar, was für dramatische Folgen der Smartphone-Konsum bei Kindern haben kann. Viele Kinder und Jugendliche haben ihr Handy immer dabei: Im Bett, während dem Essen und in der Schule wird es andauernd genutzt. Tatsächlich können Smartphones und Tablets bei Kindern zu Konzentrationsschwierigkeiten, Konzentrationsstörungen, Fettleibigkeit und Schlafstörungen führen. Hier erfahren Sie, warum Kinder besonders gefährdet sind, und wie Sie ihnen einen gesunden Umgang damit beibringen können.

Konzentrationsstörungen durch Smartphones

Smartphones sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Beinahe jeder Erwachsene besitzt mindestens eines davon, doch mittlerweile ist es auch bei Kindern und Jugendlichen verbreitet. Während 2011 etwa 25 % der 12- bis 19-Jährigen ein eigenes Smartphone besaß, so sind es 2016 schon 92 %. Das tägliche Nutzen des Handys und Tablets kann bei Kindern zu Fettleibigkeit, Hyperaktivität und Konzentrationsstörungen führen. Dies veröffentlichte die „Blikk Studie“, die die Folgen von Mediennutzung bei Jugendlichen und Kindern untersuchte. Sogar schon bei Babys und Kleinkindern kann eine übermäßige Mediennutzung zu Schlafstörungen führen, wenn die Mutter ihr Smartphone während dem Stillen oder der Betreuung benutzt. Bei 2- bis 13-Jährigen wurde festgestellt, dass sie unter Konzentrationsschwäche und Hyperaktivität leiden, wenn sie die digitalen Medien täglich mehr als 1 Stunde nutzen. Bei den über 13-Jährigen wurde festgestellt, dass die übermäßige Nutzung des Smartphones zu einem erhöhten Verzehr von Süßigkeiten führte. Viele Jugendliche gaben an, dass sie ihren Internetkonsum nicht mehr kontrollieren könnten. Die Gefahr an einer Mediensucht zu leiden, besteht, wenn die klassischen Symptome Konzentrationsschwäche, Unruhe und Schlafstörungen bei übermäßigem Medienkonsum auftreten.

Schädlich ist das Smartphonenutzen schon bei mehr als einer halben Stunde für Kinder im Grundschulalter. Für 10-Jährige liegt der Grenzwert bei 1 Stunde Nutzung und ab 11 Jahren sind es 75 Minuten täglich. Kinder unter zwei Jahren sollten mit Smartphones nicht in Kontakt kommen. Diese Richtwerte empfiehlt das Projekt „Schau Hin.“

Wie erlernen Kinder einen gesunden Medienkonsum?

Auch wenn, laut einer Studie aus dem Jahre 2010, für Kinder das draußen Spielen und Freunde treffen zu den wichtigsten Freizeitbeschäftigungen gehören, nimmt der Smartphonekonsum immer mehr Zeit in der Freizeit von Kindern ein. Kinder sollten nicht vergessen, was das reale Leben zu bieten hat. Dazu gehören auch sinnliche Erfahrungen wie das Fühlen, Riechen und Schmecken. All das kann ein Smartphone nicht anbieten.

Das Verbieten von Smartphones führt meist leider zum Gegenteil. Kinder und Jugendliche wehren sich, nutzen ihr Smartphone heimlich und verstoßen gegen Ihre Verbote. Verbotene Dinge sind für Kinder und Jugendliche bekanntlich viel interessanter, als Dinge, die erlaubt sind. Deswegen sollten Sie Ihrem Kind das Nutzen des Smartphones nicht verbieten, sondern Ihr Kind in seinen Interessen fördern, um den Medienkonsum dadurch einzuschränken. Hierbei ist es auch wichtig Grenzen zu setzen, in dem Sie zum Beispiel Smartphone-Nutzzeiten vereinbaren. Wichtig ist es, als Elternteil zu akzeptieren, dass Smartphones ein großer Teil des Lebens Ihrer Kinder ist. Dabei muss aber zwischen Kindern und Jugendlichen unterschieden werden. Jugendliche sollte mehr Zeit am Smartphone erlaubt werden, als Kindern unter 12 Jahren.

Vor allem sollten Sie ein gutes Vorbild für Ihre Kinder sein. Wenn Sie Ihr Smartphone nicht am Esstisch nutzen oder sich die Freizeit damit vertreiben, werden es Ihre Kinder auch weniger oft tun.

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